Begnadete Zeiten 1.0

Hallo Welt!

Generationen vergleichen sich oft und gerne. Vor allem die, wir Älteren tun das gerne und garnieren unseren Vergleich mit den Worten: „Früher war das besser“. Dabei sparen wir nicht mit unserem Wissen, unserer Sicht der Dinge und unseren Ratschlägen.

Sicher viele unserer Ansichten haben sich bewährt und besitzen eine nahezu unverrückbare Allgemeingültigkeit. Sie regeln auch heute noch das Zusammenleben der Menschen und werden es auch weiterhin tun, so wie sie es schon vor uns taten.

Doch die Welt dreht sich. Die Zeit schreitet voran und mit ihr die Möglichkeiten und Errungenschaften der Menschheit. Und jede Generation wächst in ihre Zeit hinein.

Die Errungenschaften erleichtern den Menschen auf den ersten Blick zunehmend das Leben. Allerdings wandeln sie ihrerseits auch die sozialen Umstände in denen die Menschen leben und arbeiten. Bedürfnisse werden geweckt, Arbeitsplätze fallen weg, neue Chancen und Möglichkeiten entstehen. Das Rad scheint sich immer schneller zu drehen und was heute noch neu war, ist vielfach morgen schon veraltet. Und im Denken unserer modernen Zeit – nahezu unbrauchbar.

Da denke ich schon, dass es früher besser war, das wir es früher schöner hatten. Und damit befinde ich mich an meiner Generationengrenze.

Gerade eben bemerke ich, dass dieses Thema Stoff für einige Fortsetzungen bereit hält.

Für heute die Frage, was haben oder sollten alle „Erwachsenen“-Generationen gemeinsam haben?

Die Antwort gibt uns Khalil Gibran:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Es ist das Vertrauen darin, dass alles was passiert und kommen wird, die Sehnsucht des Lebens nach sich selber ist. Wir sollen und dürfen darauf vertrauen. Den so wie wir in unser Zeit hinein gewachsen sind, tun es die nächsten Generationen.

Die Zukunft ist nicht unsere Sache. Das Hier und Jetzt ist unsere Aufgabe. Wir bestellen das Feld von heute.  Wir säen die Saat. Die Ernte bringen wir nicht mehr ein.

Mir ist heute klar geworden, wo meine Grenze ist und was meine Aufgabe ist.

Ich denke, dies ist ein spannendes Thema.  Lasst uns darüber in Austausch kommen und nutzt die Kommentarfunktion.

… Fortsetzung folgt!

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1 Kommentar

  1. Ja, sehr schön. Und deswegen müssen wir Kindern zuhören und sie ernst nehmen. Sie haben keinen Vergleich zu einem „Früher“, sehen und erleben das „Jetzt“ aus einer unbeeinflussten Perspektive, erleben eine andere Realität. Daraus können auch „Erwachsene“ lernen, Dinge mit neuem Blick zu betrachten. Eine Bereicherung.

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