Dankbarkeit

Hallo Welt!

Mal ganz ehrlich – wann ward ihr das letzte mal dankbar?

Ich meine hierbei nicht, wann ihr Euch das letzte mal für etwas bedankt habt. Es geht mir um echte, wahrhaftige Dankbarkeit. Um das erlebte Gefühl tiefer, ergreifender Dankbarkeit.

Schon lange her oder gerade erst erlebt?

Ich nehme an, dass es bei den meisten Menschen schon eine ganze Weile her sein wird.

Und ich denke, ich weiß auch warum das so ist. Wenn ich einmal von mir ausgehe, dann nehmen wir viele Dinge, Erlebnisse oft als zu selbstverständlich. Ich jedenfalls erwische mich manchmal dabei. Viele Reaktionen nehmen wir voraus, eben weil sie so scheinbar selbstverständlich sind. Und genau dahinter liegt auch das große Gefühl der Enttäuschung. Dankbarkeit auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen.

Wie oft sagen wir Danke? Und wie oft meinen wir auch Danke?

Danke zu sagen, mag die Voraussetzung dafür sein, Dankbarkeit zu empfinden. Danke zu sagen, schult uns dabei dankbar zu sein. Doch die Dankbarkeit ist die größte Empfingung des Dankes, da sie mit einer gewissen Demut einher geht. Welch erhabenes Gefühl, mit einem dankenswerten Wort, einer dankenswerten Reaktion oder einem von Herzen kommenden Dankes bedacht zu werden. Oder jemanden dieses überwältigende Gefühl, zu Teil werden zu lassen.

Denken wir doch einmal darüber nach, ob nicht so manches dahin gesagte Danke eine anerzogene und deshalb überflüssige Höflichkeitsfloskel ist. Überflüssig ist sie deshalb, da in solchen Fällen das empfindende Element des Dankes fehlt. Und machen wir uns nichts vor – unser Gegenüber merkt genau, ob es nur so dahin gesagt ist, oder nicht. Wie ich es schon ausdrückte: die Selbstverständlichkeit ist der Tod des Dankes. Und der Bruder der Selbstverständlichkeit ist die Erwartung, die das Gegenüber zu erfüllen hat – selbstverständlich.

Dank ist nur echt, wenn wir den Dank auch empfinden.

Es gibt so vieles für das wir dankbar sein dürfen. Ich bin mir sicher, dass jeder einen reichen Schatz davon in sich trägt, wenn wir bereit sind unsere Erwartung anderen gegenüber zurücknehmen.

Das Leben selber ist purer Dank. Jedem Menschen gegenüber, jedem Ding, allem was wir begreifen können und allem, was sich ausserhalb unserer Vorstellung befindet.

Und wir sollten lernen auch den Menschen dankbar zu sein, die unseren Dank nicht erwidern, die uns weh tun. Denn wer das Größere im Blick behält, sieht die Möglichkeit, die dahinter liegt, was wiederum viele ander Dinge erst ermöglichen wird. Und das ist es, was wir auch erwarten dürfen.

Danke

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2 Kommentare

  1. Seine Motivation zu hinterfragen ist ein echt guter Punkt! Ein authentisches aufrichtiges Danke ist sooo viel mehr wert als jedes dahingesagte Danke.
    Ich denke das Danken auch Glücklicher macht. Sich immer wieder bewusst zu werden, was man hat erfüllt mehr als nach all dem zu streben, was man nicht hat.

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